ADHS zeigt sich im Erwachsenenalter oft anders als in der Kindheit. Nicht Hyperaktivität steht im Vordergrund, sondern innere Unruhe, Reizüberflutung, Konzentrationsschwierigkeiten, emotionale Intensität und rasche Erschöpfung. Viele Betroffene haben gelernt zu funktionieren – auf Kosten von Energie, Selbstwert und innerer Stabilität.
In der Therapie geht es nicht darum, „normal“ zu werden, sondern darum, sein Nervensystem zu verstehen, zu regulieren und tragfähige Strategien für Alltag, Beruf und Beziehungen zu entwickeln. Dazu gehören der Umgang mit Aufmerksamkeit, Stress, Emotionen und Selbstorganisation ebenso wie die Arbeit an Selbstakzeptanz und innerer Entlastung.
Eine ADHS-sensible Therapie schafft Struktur ohne Druck, Klarheit ohne Überforderung – und einen Raum, in dem neurodiverse Stärken sichtbar und nutzbar werden.
